20. Januar 2022
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Ist es Liebe – oder kann das weg?

Das Jahr fühlt sich noch ganz frisch und unbenutzt an. Ein guter Zeitpunkt, um sich von Ballast zu befreien und alte Zöpfe abzuschneiden. Da wären wir auch bereits beim Thema: Hast Du auch den Wunsch, zu Hause mal so richtig ausmisten zu wollen, um Überflüssiges loszuwerden? Das ist ein hervorragender Plan, denn wer sich von Dingen befreit, schafft nicht nur in seinen vier Wänden, sondern auch im Kopf Ordnung. Ein positives Lebensgefühl gibt’s gratis dazu. Zugegeben, es kostet etwas Überwindung, sich den vollgestopften Schubladen, Schränken und Kammern zu stellen – doch wenn Du die ersten Erfolge und Vorteile erkennst, motivieren Dich diese zum Weitermachen.

Es nützt natürlich nichts, ein Fach im Kleiderschrank oder eine Schublade in der Küche aufzuräumen und dann den Plan wieder auf Eis zu legen. Deshalb empfehlen wir die Aufräummethode der japanischen Expertin Marie Kondo. Ziehst Du ihre Anleitung einmal konsequent durch, wirst Du Dich in einer perfekt aufgeräumten Wohnung wiederfinden – und zwar auf Dauer. Marie Kondo verfolgt diesen Gedanken: Weniger ist mehr. Sie glaubt, wir alle hätten zu viele Dinge zu Hause, die uns gar nichts bedeuten. Dabei könnten wir in unserem Heim nur glücklich sein, wenn wir uns ausschließlich mit geliebten und geschätzten Dingen umgeben. Aufräumen nach „KonMari“ ist im weiteren Sinne eine Bewusstseinsübung, die uns nebenbei viel über unsere Einstellungen verrät. Sie läuft in drei Schritten ab:

 
  1. Das Ausmisten wird in Kategorien vorgenommen, nicht nach Räumen. So trägst Du beispielsweise ALLE Deine Kleidungsstücke (oder Geschirr, Schuhe, Bücher …) an einem Ort zusammen.
  2. Wahrscheinlich kommt ein beachtlicher Berg zusammen. Nun nimmst Du jedes Kleidungsstück einzeln in die Hand. Frage Dich, ob es Dich glücklich macht und ob es für dich wirklich wichtig ist. Ist die Antwort ein eindeutiges Ja, bleibt das Teil bei Dir. Ansonsten kommt es auf den Haufen oder in die Kiste mit den Dingen, die gehen müssen. Wenn Du noch nicht so geübt beim Ausmisten bist, kannst Du Dir einen Karton für „Weiß noch nicht“-Teile hinstellen, um über den Inhalt nach ein paar Tagen endgültig zu entscheiden.
  3. Alles, was bleiben darf, bekommt einen festen Platz in deinem Zuhause. Und sobald Du das Kleidungsstück oder den Gegenstand benutzt hast, kommt es oder er gleich wieder an die bestimmte Stelle. So ist es bei Dir immer ordentlich aufgeräumt
 
 

Aber was machen wir nun mit den aussortierten Dingen? In Zeiten, in denen Achtsamkeit, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wichtiger denn je sind, ist die Mülltonne die allerletzte Option. Denn was Du nicht mehr liebst, kann für jemand anders der ganz große Schatz sein. Daher raten wir: Verschenke Deine einstigen Lieblinge an Freunde oder Nachbarn, verkaufe sie online oder auf Flohmärkten oder spende sie an Bedürftige. Upcycling ist ebenfalls eine gute Möglichkeit scheinbar Nutzlosem ein zweites Leben zu schenken. Im Netz teilen DIY-Fans unfassbar viele kreative Ideen.

Und damit die Wohnung nie wieder aus allen Nähten platzt, gewöhne Dir an, etwas Altes auszusortieren, wenn Du eine neue Anschaffung machst. So bleibt alles stets in Balance!

 
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