22. Juli 2021
Lesedauer:   Minuten
Artikel teilen:

Gesund essen mit natürlichen Helfern

Bei einem Bummel über den Wochenmarkt ist Dir sicher schon mal schwarzer Knoblauch aufgefallen. Wenn Du ihn bisher noch nicht gekauft hast, lies unbedingt diesen Artikel zu Ende. Danach bist Du Fan von „black garlic“ – und anderen fermentierten Lebensmitteln.

Während die schwarzen Knollen in China und Korea schon lange auf dem Speiseplan stehen, hat es in Europa länger gedauert, bis man von ihrem feinen Geschmack überzeugt war. Die etwas klebrige Knoblauchversion ist leicht süßlich und erinnert ein bisschen an Pflaume oder Balsamico. Doch der schwarze Knobi schmeckt nicht nur lecker, er hat auch mehr gesundheitsfördernde Talente als sein weißer Kollege. Er gilt als natürlicher Radikalfänger und wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel des Körpers aus. Noch ein Vorteil: Er hinterlässt keine Knoblauchfahne.

 

Healthy-Trend Fermentation

Sein Erfolgsgeheimnis teilt schwarzer Knoblauch mit anderen Lebensmitteln – zum Beispiel Kombucha, Sauerkraut, Kefir, Tofu oder Kimchi. Sie alle sind fermentiert. Als es noch keine Kühlschränke gab, diente das Verfahren der Fermentation dazu, Nahrung länger haltbar zu machen. Heute wird es dazu eingesetzt, geschmackliche Veränderungen vorzunehmen und etwas für unsere Gesundheit zu tun. Denn der Darm kann fermentiertes Essen besonders gut verdauen. Die enthaltenen Bakterien bringen unsere Darmflora ins Gleichgewicht. Und weil sich ein großer Teil des Immunsystems im Darm befindet, wird dieses gleich mit gepusht.

Doch was passiert eigentlich beim Fermentieren? Dahinter steckt ein natürlicher Gärprozess, der mit Hilfe von Bakterien, Schimmelpilzen oder Hefe abläuft. Falls sich diese Helferlein nicht schon von Natur aus auf dem Lebensmittel befinden, müssen sie zugesetzt werden. Durch das Gären werden beispielsweise Gemüsesorten quasi vorverdaut und so für unseren Darm besser verträglich. Gleichzeitig unterstützen fermentierte Speisen die Verdauung. Der Mix aus frischem Obst und Gemüse, Ballaststoffen und fermentierten Speisen stellt einen ausgewogenen Speiseplan dar, der uns in Verbindung mit aktivem Lifestyle ein Rundumwohlgefühl verspricht.

 
 

Willst Du Knoblauch selbst fermentieren? Hier ist das Rezept:

  • 6 ganze Knoblauchzehen
  • 1 EL Salz
  • 600 ml Zitronensaft
  • 1 Schraubglas (1 Liter)

Die Knoblauchzehen schälen und in das Gefäß legen. Salz obendrauf verteilen und Zitronensaft in das Glas gießen, bis die Zehen vollständig bedeckt sind. Den Deckel fest aufschrauben den Knoblauch bei Zimmertemperatur – aber nicht im direkten Sonnenlicht! – mindestens zwei Wochen stehen lassen. Dann kannst Du ihn probieren. Der eingelegte Knobi hält sich im Vorratsschrank einige Monate.

 
Bitte aktivieren Sie die Personalisierungs-Cookies, um die Herz-Likes zu nutzen.
Artikel teilen: