12. Januar 2022
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Das 1×1 der wirksamen Gesichtsreinigung

Happy new Year! Der Januar ist die perfekte Zeit für einen “Clean Cut”, einen sauberen, frischen Neustart in diversen Lebenslagen – auch in Sachen Hautpflege! Denn mal ehrlich, wer von uns lässt da nicht auch mal locker und fällt nach einem langen Tag oder einer Partynacht ins Bett, ohne das Gesicht gereinigt zu haben? Erwischt! Doch das ist eine Angewohnheit, die wir uns lieber endgültig abschminken sollten. Eine gründliche, tägliche Reinigung ist nämlich die absolute Basis der Gesichtspflege – denn sie befreit die Haut von Schmutz, Make-up und überschüssigem Talg und sorgt dafür, dass die anschließend verwendete Pflege erst optimal von der Haut aufgenommen werden kann. Kurzum: Ohne Cleansing kein reiner, jugendlich-schöner Strahle-Teint!

Du bist überzeugt, weißt in dem ganzen Kosmetik-Dschungel aber jedoch nicht genau, wo Du anfangen sollst? Kein Problem, wir machen es Dir jetzt ganz leicht – mit einer Step-by-Step-Anleitung einer idealen Cleansing-Routine, gespickt mit wertvollen Haut-Facts!

 

Come clean! Die perfekte Cleansing-Routine

Step 1: Reinigungsgel, -milch, -schaum oder -öl

Für den ersten Schritt der Reinigung gibt es unterschiedlichste Produktarten – hier entscheidest Du am besten je nach Hauttyp oder persönlicher Vorliebe, was Du verwenden möchtest. Das Tolle: Mittlerweile enthalten so gut wie alle Reinigungsprodukte zusätzlich pflegende Wirkstoffe, die der Haut bereits bei der Säuberung zugutekommen.

Ölbasierte Reinigungsprodukte haben den Vorteil, dass sie besonders gut und effektiv Ölhaltiges – wie Make-up oder überschüssigen Hauttalg – lösen und binden. Sie sind daher im ersten Step besonders zu empfehlen.

Wichtig: Wer glaubt, Reinigungsöl ist nur etwas für trockene Haut, der irrt. Es ist auch bestens für ölige Hauttypen geeignet, da es dabei hilft, Verhornungen zu lösen. Trockene, empfindliche Haut profitiert von den enthaltenen wertvollen Lipiden und der besonderen Sanftheit dieser Reinigungsmethode.

Empfindliche, trockene Hauttypen sind neben Öl auch mit einer sanften Reinigungsmilch gut beraten. Am besten achtest Du darauf, dass das Produkt ph-hautneutral ist und keinen Alkohol oder aggressive Waschsubstanzen enthält, die austrocknen und die Hautbarriere angreifen. Auch Duftstoffe können sensible Haut zusätzlich reizen. Daher gilt: Je purer, desto besser!

Milde Waschgele oder -schäume sind eine gute Wahl für normale und ölige Hauttypen und besonders gern genommen, weil sie ein angenehm frisches Hautgefühl hinterlassen

 
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Pro-Tipp: Double Cleansing

Wer es ganz genau nehmen möchte, setzt auf die sogenannte “Double Cleansing”-Methode – schonmal gehört? Dieses Reinigungsritual stammt aus Asien und wurde ursprünglich von japanischen Geishas angewendet, um deren typisches, dickes Make-up zu entfernen. Seit einiger Zeit erfreut es sich auch in unseren Gefilden wachsender Popularität – zu Recht! Denn es ist ganz besonders gründlich.

Man geht hier davon aus, dass zuerst Schmutz, Make-up, UV-Schutz und Talgreste von der Hautoberfläche entfernt werden müssen, bevor man im nächsten Schritt in der Tiefe reinigen kann. Dafür wird ein Reinigungsprodukt auf Ölbasis angewandt und gründlich abgewaschen. Anschließend folgt ein Reinigungsprodukt auf Wasserbasis (z.B. Waschgel, -schaum oder Mizellenwasser), womit die Haut porentief und restlos “nachgereinigt” wird.

Step 2: Gesichtswasser / Toner

Im Anschluss ist es sehr ratsam, einen Toner zu verwenden. Warum? Aus mehreren Gründen:

  • Das Wasser, mit dem das vorher verwendete Reinigungsprodukt abgespült wurde, hinterlässt Kalk- und ggf. andere Rückstände auf der Haut, die durch die Anwendung eines Toners beseitigt werden
  • Ein guter Toner stellt den ph-Wert der Haut und somit ihren natürlichen Säureschutzmantel wieder her, der sie gesund und funktionsfähig erhält und vor schädlichen äußeren Einflüssen bewahrt.
  • Er spendet Feuchtigkeit und erfrischt. Darüber hinaus sind auch die meisten Toner mit einigen weiteren pflegenden Wirkstoffen angereichert, die die Haut z.B. beruhigen oder die Hauterneuerung anregen

Toner öffnen die Poren, sodass nachfolgend verwendete Pflegeprodukte besonders gut aufgenommen werden können

 
 

Reinigungs-Extras: Peelings, Masken und Tools

What a Peeling – Abreibung gefällig?

Um die Haut gründlich von abgestorbenen Hautzellen zu befreien, empfiehlt es sich, ein- bis zweimal wöchentlich ein Peeling anzuwenden. Ähnlich wie bei den anderen Steps ist die Produkt-Auswahl riesengroß – Hilfe, auf welche soll ich da nur setzen?

Wir bringen Licht ins Dunkel: Grundsätzlich unterscheidet man zwischen mechanischen, enzymatischen und säurebasierten Peelingprodukten.

Mechanische Peelings

“Klassische” Peelings bestehen meist aus Reinigungsgelen oder -pasten, die feine Körnchen oder Kügelchen, z.B. aus Bambusgranulat, Aprikosenkernen oder Jojobawachs oder auch Salz, Zucker oder Kaffeepulver enthalten. Der Peeling-Effekt, also sozusagen die “Abreibung”, entsteht durch das (bitte sanfte) Verreiben des Produkts auf der Haut. Sie sind besonders gut für normale Hauttypen geeignet. Einfach auf die feuchte, gereinigte Haut auftragen, sanft einmassieren, gründlich abwaschen (nimm dazu am besten einen Waschlappen oder ein Mikrofasertuch zur Hilfe) – fertig!

Enzympeelings

Sehr schonend und zugleich besonders flächendeckend und gründlich arbeiten Enzympeelings, die meist in Pulverform daherkommen. Die Peelingwirkung wird hier durch einen natürlichen chemischen Prozess hervorgerufen. Die enthaltenen Enzyme, meist aus Pflanzen wie z.B. Papaya gewonnen, reagieren durch Wasserzugabe mit den Eiweißmolekülen in verhornten Hautstellen und lösen diese, indem sie sie aufspalten. Diese Art von Peeling ist für alle Hauttypen zu empfehlen, aber besonders für sensible oder entzündliche Haut.

Gib für die Anwendung eine etwa haselnussgroße Menge Pulver auf die Handfläche und vermenge sie dort mit etwas warmem Wasser. Es entsteht eine Paste, die Du nun auf dem feuchten, gereinigten Gesicht verteilen kannst. Gründlich einmassieren, ca. 5-20 Minuten einwirken lassen und gut abwaschen.

Säure-Peelings

Säurehaltige Peelings sind eine sinnvolle Wahl für Dich, wenn Du z.B. zu öliger Haut tendierst. Sie sollte dabei aber nicht empfindlich sein oder entzündete Stellen aufweisen, denn Säuren können ggf. zu Hautreizungen führen, auch wenn die Dosierung in Kosmetikprodukten aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte an sich unbedenklich ist. Diese Peelings enthalten z.B. Fruchtsäuren oder Milchsäure, die in die oberste Hautschicht eindringen und Verhornungen lösen. Meist trägt man sie einfach auf die feuchte Gesichtshaut auf, lässt sie die jeweils vorgegebene Zeit ihre Magie entfalten und nimmt sie anschließend mit warmem Wasser wieder ab.

Egal, für welche Peeling-Variante Du Dich entscheidest, der Effekt ist der gleiche: rosig strahlende, streichelweiche Haut! Denn Peelings haben neben dem Reinigungseffekt noch echte Anti Aging-Benefits: Sie fördern die Durchblutung und regen die Zellerneuerung und die Kollagen-Produktion an. Yay!


Reinigungsmasken: Die Kirsche auf der Torte

Das i-Tüpfelchen der heimischen Gesichtsreinigung sind Reinigungsmasken. Beauty Addicts wenden sie einmal pro Woche an – das ist aber kein Muss, sondern eher die Kür. Empfindliche oder trockene Hauttypen sollten sie nur ab und an verwenden, da sie sonst Gefahr laufen, ihre Haut auszutrocknen oder zu durch zu viele verschiedene Produkte zu reizen.

Grob kann zwischen Sheet-, Peel-off-Masken und “pastigen” oder cremigen Maskentexturen unterschieden werden. Hoch im Kurs, insbesondere bei öliger Haut, stehen seit einiger Zeit besonders Masken mit Aktivkohle, die Unreinheiten und überschüssiges Hautfett wie ein Magnet anzieht und bindet. Empfindlichen Hauttypen sind Masken auf Heilerdebasis zu empfehlen. Weitere effektive Wirk- und Inhaltsstoffe: Tonerde, Weidenrindenextrakt und diverse Säuren wie z.B. Salicylsäure oder Peelingpartikel.

Reinigungs-Tools: Profi-Hilfsmittel für Zuhause

Vom Konjac-Schwamm bis zur elektrischen Hightech-Gesichtsbürste mit Anti-Akne- und Anti-Aging-Funktion – auch hier gibt es inzwischen fast nichts, was es nicht gibt. Bei der gigantischen Auswahl gilt: erlaubt ist, was sich gut anfühlt – und zum Hauttyp und der bevorzugten Beautyroutine passt! Fakt ist: die meisten Tools sorgen korrekt angewandt für eine gründlichere, intensivere Reinigung – und das ist natürlich grundsätzlich zu begrüßen.

Wir wünschen happy Cleansing!

 
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