18. Juni 2021
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Cover me in Sunshine!

 

UVA, UVB, Infrarot & Konsorten, Filter, die in schwindelerregende Höhen sausen, Inhaltsstoffe, die in Verruf geraten – uff, gefühlt wird das Thema Sonnenschutz jedes Jahr komplexer! Wer kennt sich da noch aus? Wir bringen Licht ins Dunkle – mit einem kleinen Sonnenschutz-Crashkurs

 
 

Aber bitte mit UV-Schutz! Am besten jeden Tag

Das Wichtigste vorweg: Sonnenschutz ist kein Urlaubsthema! Auch und gerade im Alltag ist es wichtig, daran zu denken, und nicht nur aus gesundheitlichen Gründen – wir sagen nur ein Zauberwort: Anti-Aging! So sind Studien zufolge 80 Prozent der sichtbaren Hautalterung der UV-Strahlung zuzuschreiben.

Eine gute Alltags-Lösung ist eine Tagespflege mit LSF, die für die tägliche Portion Sonne meist genügt. Bitte auch an Hals und Dekolleté denken! Und auch die Hände sind nicht zu vernachlässigen – schließlich sind diese stets der Sonne ausgesetzt, worauf sie schnell und gerne mit unschönen Pigmentflecken reagieren.

Was darf’s denn sein?

Geht es ins Freibad, zum Sport an der frischen Luft oder auf den Liegestuhl, ist mehr Schutz geboten – denn die Sonne macht keinen Unterschied, ob wir sie zu Hause genießen oder im Urlaub. Sonnenschutzmittel gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Da stellt sich die große Frage: Was muss ich bei der Wahl beachten?

Faktor-Facts

Das Wörtchen „Lichtschutzfaktor“ lässt vermuten, dass dieser sich auf das komplette Sonnenlichtspektrum bezieht. Tatsächlich klassifiziert er jedoch nur die UVB-Strahlung – die kurzwelligeren UV-Strahlen, die für die länger anhaltende Bräune, aber leider auch für Sonnenbrand und die schwersten DNA-Schäden verantwortlich sind. Hautärzte raten heute generell und unabhängig von der Hautfarbe zu mindestens LSF 30 oder 50 bzw. 50+, sodass viele Sonnenschutzanbieter auch nur noch Produkte mit diesen Faktorhöhen anbieten.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, mit einem Lichtschutzfaktor von 50 wäre es nicht möglich, braun zu werden. Stimmt nicht! Die Haut bräunt lediglich langsamer, dafür bleibt die Tönung aber auch länger erhalten.

Kleine Siegelkunde

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Wahl des Sonnenschutzes ist ein ausreichender UVA-Schutz. Ob dieser gegeben ist, erkennen Sie am ringförmigen UVA-Siegel auf der Verpackung – dies besagt, dass der UVA-Schutz des Produktes mindestens ⅓ des LSF beträgt. UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und sind u.a. verantwortlich für Hautalterung und Hyperpigmentierung.

 
 

Die Menge macht’s!

Achten Sie darauf, genügend Produkt zu verwenden, frei nach dem Motto: viel hilft viel! Erwachsene sollten für Körper und Gesicht insgesamt etwa 12 Teelöffel voll vercremen – nur so kann der verwendete Lichtschutzfaktor auch annähernd erreicht werden. Darüber hinaus gilt es, regelmäßig nachzucremen und die Mittagssonne zu meiden – unabhängig davon, wie hoch der verwendete LSF ist.

Good News

Wer glaubt, das wäre schon alles, was man wissen muss, irrt: UVA- und UVB-Strahlen machen nur etwa 5 Prozent der Sonnenstrahlung aus! Doch hier gibt es gute Nachrichten: Immer mehr Sonnenschutzmittel der jüngsten Generation nehmen es auch mit weiteren potenziell schädlichen Strahlen des Sonnenlichtspektrums auf. Neue Filtertechnologien schützen zusätzlich vor der längerwelligen HEV- sowie Infrarotstrahlung, die nach aktuellen Forschungserkenntnissen ebenfalls Hautalterung und Pigmentstörungen verursachen können.

Filter-Facts

Ob chemisch oder mineralisch oder eine Mischung aus beiden Lichtschutzfiltertypen ist heute mehr oder weniger Glaubenssache – wenn man ein paar grundlegende Tipps beherzigt: Achten Sie darauf, dass Produkte mit chemischen Lichtschutzfiltern keine hormonaktiven oder anderweitig irritierenden und allergenen Filtersubstanzen wie z.B. Octocrylene enthalten. Letzteres zerfällt mit der Zeit in schädliche Teilsubstanzen. Deshalb sollten Sonnenschutzprodukte, die diesen Filterstoff enthalten, nie für den nächsten Sommer aufgehoben werden. Darüber hinaus ist erwiesen, dass Octocrylene die Korallenriffe der Weltmeere schädigt – deshalb wird der Filterstoff in immer mehr Ländern sogar komplett verboten.

Moderne physikalische (mineralische) Sonnenschutzprodukte hinterlassen oft kaum noch den berühmt-berüchtigten weißen Film, stehen dann aber wiederum aufgrund der geringen Größe (Nanogröße) der Filterstoffe in der Kritik, da Nanopartikel verdächtigt werden, in die Haut einzudringen und sich dort abzulagern.

All about the Texture

In Sachen Textur findet mittlerweile wirklich jeder seinen Favorit: Creme, Lotion, Öl, Fluid, Gel, Stick, milchiges Spray, transparenter Mist – you name it! Neben der persönlichen Vorliebe sollte bei der Wahl auch der eigene Hauttyp im Blick bleiben: Bei eher trockene Haut empfiehlt es sich, reichhaltigere Öle, Cremes oder Lotionen zu wählen, die die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und Lipiden versorgen und sie nachhaltig geschmeidig halten. Für alle mit normaler Haut eignen sich für den Körper auch leichte Sprays. Bei empfindlicher oder fettiger Gesichtshaut sowie Mischhaut ist es ratsam, auf komedogene, fett- und emulgatorfreie Produkte (z.B. Gele oder Fluids) ohne Duftstoffe zu setzen.

Wanted: Special Effects

Ganz besonders angetan haben es uns innovative Lichtschutzvarianten mit besonderen Fähigkeiten wie Anti-Sand-Haftung oder Beauty Booster wie z.B. bräunungsintensivierende oder zart getönte Sonnenpflege, Sonnenschutz mit schmeichelnden goldigen oder perligen Schimmerpartikeln, mit Anti-Glanz- oder Anti-Pigmentflecken-Technologie, sowie Produkte extra für Lippen, Augen und Hände – her mit den Special Agents!

 
 

Hauptsache

Bei all der Fürsorge für die liebe Haut wird oft vergessen, dass auch unsere Kopfhaut ordentlich Sonne abbekommt – denn das Haar lässt so einiges an UV-Strahlung passieren, und der Scheitel ist besonders exponiert. Zugleich laufen auch die Haare selbst Gefahr, auszutrocknen, auszubleichen und brüchig zu werden. Die Lösung: Spezielle, meist herrlich sommerlich duftende UV-Schutz-Sprays, die Haare und Kopfhaut vor Sonnenstrapazen bewahren. Auch einige herkömmliche leichte Sonnenschutzsprays können fürs Haar verwendet werden.

Am sichersten (und stylishsten!) ist es jedoch immer noch, sich für eine schicke Kopfbedeckung zu entscheiden! Derzeit besonders angesagt: Lässige Panamahüte sowie bunt gemusterte Tücher im Hermès-Look, die als breites Haarband getragen werden.

Nachsorge ist alles

Auch in Sachen Nachsorge lohnt es sich, konsequent dran zu bleiben. Dafür eignen sich spezielle After Sun-Produkte – nein, die sind kein Marketing-Gag, sondern machen wirklich Sinn! Im Unterschied zu normalen Bodylotions sind sie nämlich konkret auf die Bedürfnisse sonnenstrapazierter Haut abgestimmt, enthalten z.B. wertvolle Inhaltsstoffe wie die Radikalfänger Vitamin C und E sowie Panthenol, Hamamelis und Aloe Vera, die reichlich Feuchtigkeit spenden und kühlen, nachhaltig beruhigen und die Haut regenerieren und atmen lassen.

Schönes Beauty-Add on: Lotionen mit bräunungsverlängernden Eigenschaften oder einem Selbstbräuneranteil, der die Farbe sanft und Schritt für Schritt intensiviert und verlängert.

So, mit diesem Sonnenschutz-Facts im Hinterkopf lässt sich der Sommer in vollen Zügen genießen. Wir wünschen viel Spaß auf der Sonnenseite des Lebens!

 
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